markante Weißenseer Gebäude
Die Planung der Bebauung dieses Gebietes wurde bereits 1905 von den ersten nach der Vereinigung der beiden Ortsteile gewählten Gemeindeverordneten mit Bürgermeister Dr. C. Woelck beschlossen. In der ersten Sitzung der Gemeindevertreter wurde die Hochbaukommission berufen, die den Auftrag erhielt, die weitere Bebauung in Weißensee zu organisieren, zu koordinieren und zu beaufsichtigen. Es sollten Mietshäuser mit mittlerem und gehobenem Standard entstehen, ohne Hinterhäuser, Gewerbehöfe und Fabrikanlagen. Das Schulgebäude wurde nach den Plänen von Carl James Bühring als Doppelschule gebaut, da die alte Schule in der Falkenberger Straße für dieses Wohngebiet zu klein geworden war. Sie wurde bis 2005 als Schule genutzt.
Auf dem Grundstück Pistoriusstraße 24 - 24b entstand ein wandelbarer Funktionsbau. Mit seinen bauchigen Ecken bildete das Gebäude den Eingang zum Gemeindeforum. Hier gab es Büroräume für die sich entwickelnde Verwaltung und Wohnungen. Im hier angesiedelten Hochbauamt hatte Bühring seine Arbeitsräume. Im Obergeschoss war bis zur Errichtung des Kinderkrankenhauses in der heutigen Hansastraße eine Krankenstation für Kinder untergebracht. Dabei waren die Grundrisse so geschnitten, dass später daraus Wohnungen gemacht werden konnten. Heutzutage ist es ein reines Wohnhaus. An der Pistoriusstraße 24 wurde 1995 zu Ehren Bührings eine Gedenktafel des Berliner Gedenktafelprogramms der KPM aus Porzellan angebracht.

Eine zur damaligen Zeit fortschrittlichen Einrichtung war das am 8. Juli 1911 eingeweihte Säuglings- und Kinderkrankenhaus in der heutigen Hansastraße. Entworfen hat das Ensemble der Weißenseer Architekt und Baustadtrat Carl James Bühring.
